NEWS AUS DER BRANCHE

EUHA
EUHA: Niederlande sind Partnerland des Kongresses 2026
Die Europäische Union der Hörakustiker e. V. (EUHA) hat die Niederlande als Partnerland des diesjährigen Internationalen Hörakustiker-Kongresses bekannt gegeben. Austragungsort des 70. EUHA-Kongresses ist Hannover, wo die Branche vom 14. bis 16. Oktober dieses Jahres zusammenkommen wird.
Das Partnerland-Konzept für den EUHA-Kongress gibt es seit 2023, als der Verband die Schweiz als Partnerland vorstellte, 2024 folgte Dänemark, 2025 war Österreich an der Reihe. Das Konzept verschafft dem jeweiligen Partnerland mit verschiedenen Programmpunkten wie etwa Expertenvorträgen während der drei Kongresstage eine besondere Aufmerksamkeit. Zudem wird es auf der EUHA Live-Area einen Bereich geben, der von dem Partnerland für Gespräche genutzt werden wird. Und auch das Motto der großen Party des Kongresses am 15. Oktober wird sich wieder am Partnerland orientieren.
»Aufgrund der geografischen Nähe von Hannover als Veranstaltungsort sind die Niederlande als Partnerland prädestiniert. Die Entfernung zwischen Hannover und der niederländischen Grenze beträgt nur etwas mehr als 200 Kilometer. Die Veranstalter freuen sich über neue Aussteller und Besucher aus den Niederlanden«, schreibt die EUHA in einer aktuellen Pressemitteilung.
Die Anmeldefrist für die Buchung von Standflächen auf der Industrieausstellung endet hingegen am 19. Juni. Allerdings rät die EUHA zu einer »frühzeitigen Buchung der begrenzten Standflächen in Halle 6, da die erste Aufplanung bereits im April beginnen wird. Anmeldungen sind unter ausstellung-euha.org möglich.

AUSZEICHNUNGEN
Marianne Frickel erhält die »Ehrennadel in Gold« der Handwerkskammer Frankfurt
Im Rahmen eines Festaktes erhielt die aktive Unternehmerin und ehemalige biha-Präsidentin Marianne Frickel die höchste Auszeichnung der Handwerkskammer Frankfurt für ihr auch dortiges ehrenamtliches Engagement. 15 Jahre lang begleitete Marianne Frickel die Geschicke einer der größten Handwerkskammern in Deutschland als Arbeitgebervertreterin der Vollversammlung. Die Vollversammlung einer Handwerkskammer ist deren höchstes Gremium und entspricht einem Aufsichtsrat. Auch die biha gratuliert Marianne Frickel im Namen des ganzen Hörakustiker-Handwerks. (Text: biha)

HERSTELLER
ReSound SmartFit 2.3 mit NAL-NL3
In einigen Meldungen hatte es GN Hearing bereits angekündigt, nun ist das Update auf die neue Version 2.3 der SmartFit da. »Jetzt noch individueller anpassen: Neue NAL-Anpassformel«, heißt hierzu in einer aktuellen Meldung aus Münster. Damit ist die Fitting-Software von GN Hearing nach eigenen Angaben die weltweit erste mit NAL-NL3, der neu entwickelten Anpassformel der National Acoustic Laboratories.
»Mit der Integration von NAL-NL3 möchten wir unseren Partnerinnen und Partnern im Hörakustikfachhandel frühestmöglich Zugang zu neuesten audiologischen Möglichkeiten bieten«, so Rabea Westphal, Leiterin Produktmanagement bei GN Hearing DACH. »NAL-NL3 basiert auf wegweisender KI sowie Feedback von Anwendern aus der Praxis, um hochpräzise Anpassungen und personalisierte Hörerlebnisse zu ermöglichen. Darüber hinaus empfehlen wir weiterhin die Verwendung von Audiogram+. Beide Anpassformeln zusammen ermöglichen Akustikern eine besonders individuelle Erstversorgung; zugleich werden damit die bevorzugte Methode der Anpasser unterstützt und Kunden ein noch klareres, natürlicheres Klangbild sowie noch besseres Sprachverstehen ermöglicht.«
Um die neue Formel tatsächlich allen Partnerinnen und Partnern zur Verfügung zu stellen, hat GN Hearing auch die Beltone-Anpasssoftware Beltone Solus Max geupdatet. Version 2.3 bietet nun ebenfalls NAL-NL3. Darüber hinaus empfiehlt man aber für die Anpassungen von Beltone-Geräten weiterhin die herstellereigene Anpassformel BAFA.

HERSTELLER
Oticon launcht Verit
Am 1. April hat Oticon Verit auf den Markt gebracht, ein mit konventionellen Batterien betriebenes Modell, das in den drei Varianten BTE T 105, miniBTE T 85 und miniRITE T angeboten wird. »Immer bereit«, Menschen mit Hörminderung in herausfordernden Hörsituationen zu unterstützen, schreibt Oticon entsprechend über das neue Gerät. Als weiteres Attribut wird ein »bisher unerreichtes Niveau an Klangqualität in Kombination mit den neuesten Konnektivitätsstandards« genannt.
Darüber hinaus verfügt Verit über aktuelle Oticon-Signature-Features wie den SuddenSound Stabilizer sowie eine KI, die »sich allen Gegebenheiten nahtlos« anpasse und so »situationsübergreifend einen personalisierten Premium-Klang« biete. Dank der Steuerbarkeit über die Oticon Companion App lassen sich die Verit-Geräte außerdem »diskret steuern und personalisieren«, wie es in der Mitteilung heißt. Und weiter: »So lässt sich einfach wie nie das Beste aus dem Hörgerät individuell herausholen.«
Dazu kommt eine Konnektivität, die erlaubt, Telefonate, Meetings, Musik und mehr über die neueste Bluetooth-Technologie direkt vom Telefon, dem Fernseher, PC oder Tablet zu streamen. Und auch Auracast-fähig ist das neue Oticon Verit.

HERSTELLER
Stärkung der Marktführerschaft, 6 Milliarden Umsatz bis bis 2030/31, Sennheiser abstoßen – Strategie-Update von Sonova
Die Sonova Holding AG hat Ende März ein Update zur Strategie veröffentlicht. Demnach werde man in Stäfa auf »die weitere Stärkung der Marktführerschaft und des profitablen Wachstums« abzielen, wie es in der entsprechenden Pressemitteilung heißt. Als Basis dienen soll dabei die »Innovationskraft im Bereich von Hörlösungen«, die es der Sonova ermögliche, schneller als der Markt zu wachsen. Parallel geht man weiter von einer durch die demografische Lage gestützten Nachfrage aus. Und auch in der eher geringen Durchdringung von Hörlösungen sieht man weiteres Potenzial.
»Wir richten unser Design stärker auf lifestyle-orientierte Lösungen und gesundes Altern aus, transformieren und erweitern unser Fachgeschäftsnetz, agieren gezielt auf Länderebene und verbessern sowohl den Kundenservice als auch unsere operativen Prozesse. Damit werden wir weiterhin profitables Wachstum über dem Marktdurchschnitt erzielen und nachhaltig Wert schaffen. (…)«, so Eric Bernard, CEO von Sonova.
Gleichzeitig will man sich »strategisch klarer ausrichten« und dafür das Consumer Hearing Geschäft verkaufen, so dass man sich vollständig auf »die Kernaktivitäten in der Hörversorgung« konzentrieren könne. Für die Marke Sennheiser werde man also nach einem neuen Eigner Ausschau halten.
Ihren Wettbewerbsvorteil als vertikal integrierter Anbieter will die Sonova Gruppe ebenfalls noch stärker ausspielen. Durch die engere Zusammenarbeit von Wholesale- und Retail-Geschäft etwa will man mehr Erkenntnisse aus den eigenen Fachgeschäften nutzen, um so Kundenfeedback schneller in die Produktentwicklung mit einfließen zu lassen zu können.
Und nicht zuletzt wurde auch ein Umsatzziel ausgegeben. Demnach will Stäfa bis zum Geschäftsjahr 2030/31 einen Umsatz von 6 Milliarden Schweizer Franken erreichen. Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr werde sich hingegen »voraussichtlich am unteren Ende der Prognose bewegen«, wie es in der entsprechenden Meldung aus Stäfa heißt.
