Die Babyboomer-Welle rollt:
Neue Zahlen zur Kaufkraft für Hörsysteme
Von Thomas Sünder / Foto & Grafiken: Alteos
Die Alteos-Versicherung hat im Hörakustikreport 2026 eine Befragung von 2.500 Babyboomern gezielt im Hinblick auf die Hörakustikbranche durchgeführt. Dabei kamen spannende Zahlen heraus, die allesamt eins gemeinsam haben: Sie lassen auf gute Geschäfte hoffen.

Bis zum Jahr 2031 wird durch Babyboomer der Absatz um etwa 610.000 Hörsysteme steigen
Aktuell wird prognostiziert, dass die geburtenreiche Generation der Babyboomer bis zum Jahr 2031 für eine Absatzsteigerung von etwa 610.000 Hörgeräten sorgen wird. Doch nach welchen Kriterien treffen Babyboomer ihre Wahl für einen bestimmten Hörakustiker oder konkrete Hörsysteme?
Interessant ist zunächst einmal die Frage, welche Kosten Babyboomer bei Hörgeräten erwarten. Mehr als die Hälfte der Befragten geht bei einer binauralen Versorgung von Kosten ab 4.000 bis 6.000 Euro, und teilweise sogar mehr, aus. Hörakustiker dürfen sich also darauf freuen, viele Premiumprodukte in den Markt bringen zu können.
Bei den technischen Anforderungen unterscheidet die Befragung vier verschiedene Techniktypen. Der größte Teil sind >Digital Minimalists< (51,4 %): Für sie sollen technische Geräte einfach nur funktionieren, Extras sind nicht nötig. Die zweitgrößte Gruppe sind technikbegeisterte >Silver Geeks< (28,2 %), gefolgt von den überforderten >Tech Stressed< (14 %) und technikabstinenten >Offlinern< (6,4%). Das bedeutet: Technik sollte einfach, aber funktional sein, und einen nicht unerheblichen Anteil der Kunden kann man darüber hinaus mit technischen Features begeistern.
Gute Nachrichten gibt es auch für stationäre Hörakustiker mit eigenem Fachgeschäft. Auf die Frage, wo sich Babyboomer am ehesten zunächst über den Kauf von Hörgeräten informieren würden, gab der weitaus größte Teil Hörakustikfachgeschäfte an (58,6 %).

Viele Babyboomer sind bereit, Geld in gute Hörsysteme zu investieren
Dennoch spielen auch digitale Lösungen eine zunehmend wichtige Rolle. Über alle Techniktypen hinweg bevorzugt der größte Teil der Babyboomer eine Mischung aus persönlichem Kontakt und digitalen Services (40 % insgesamt). 39 % wünschen sich ausschließlich eine persönliche Betreuung vor Ort.
Als Rolle von Hörakustikern wünschen sich Babyboomer (ebenfalls über alle Techniktypen hinweg) vor allem die eines Coachs, der die Bedienung der Hörsysteme für sie einfach und sicher macht (rund 30 % insgesamt).
Der Alteos Hörakustikreport bietet noch viele weitere aufschlussreiche Zahlen und Beobachtungen, so auch zu dem Thema, welche Rolle Selbstwirksamkeit für die Babyboomergeneration spielt. Der vollständige Report kann kostenlos über diese URL als PDF heruntergeladen werden: www.alteos.com/hoerakustik-report

